Für den Sommer 2016 sind 17 junge Unternehmen mit ihrer Bewerbung für den Climate-KIC Accelerator angenommen worden. Das Sieb hatte enge Maschen: 84 Jungunternehmen aus dem Cleantech-Sektor beteiligten sich; 35 bekamen die Gelegenheit, vor einer Fach-Jury in Berlin, Frankfurt oder München zu pitchen, und am Ende waren 17 Start-ups erfolgreich. Den immer im April beginnenden Durchgang nennen wir „Summer Batch“.

Die 17 Start-ups arbeiten an gänzlich unterschiedlichen Produkten:

„So viele unterschiedliche Felder wie in dieser Bewerbungsrunde hatten wir noch nie. Das zeigt, dass es in fast allen Cleantech-Märkten zahlreiche Geschäftschancen gibt. Das macht diesen Batch zu einem der bislang vielfältigsten. Es gibt aber eines, was alle prägt, und das sind die Möglichkeiten, die die Digitalisierung in allen diesen Märkten eröffnet.“

So beschreibt Beñat Egaña, der bei Climate-KIC für den Accelerator in Deutschland verantwortlich ist, die aktuelle Bewerber-Situation.

Es ist aber nicht nur die Fähigkeit, aus Entwicklungen wie der Digitalisierung Geschäfts-Chancen herauszuholen, sondern alle Start-ups im Climate-KIC Accelerator haben trotz der Vielfältigkeit noch etwas anderes gemeinsam – großes Wachstumspotenzial:

„Ich habe einige Start-ups bei den Pitches in der Green Garage gesehen, von denen ich sage: Das kann wirklich etwas werden. Wir achten auf die Teamzusammensetzung, das Geschäftsmodell, die Skalierbarkeit des Produkts und ganz zum Schluss auf das „gewisse Etwas“, das den Funken überspringen lässt.“,

sagt Beñat Egaña über die Auswahlkriterien für den Accelerator.

Wer also sind die „Neuen“?

Wer sich wundert, dass ein paar der folgenden Namen gar nicht so neu klingen, dem sei erklärt: Der Climate-KIC Accelerator hat drei Phasen (Stages). Einige der Start-ups waren schon im letzten Batch dabei und haben sich nun für die nächste Stage qualifiziert.

Per Klick auf den Slide geht es direkt zum Start-up.

Grundlagen für den Durchbruch

Zu den Zugangs-Kriterien unseres Accelerators gehören der Innovations-Charakter und die Skalierbarkeit. Es werden Start-ups unterstützt, die etwas Neuartiges anzubieten haben und stark wachsen können. Diese Kriterien sind ebenso für den Gewinn prominenter Auszeichnungen und den Erfolg bei der Investorensuche grundlegend.

Wie das konkret aussehen kann, zeigen unsere drei folgenden Beispiele:

Innovation: Beispiel PhaseShiftEnergy

PhaseShiftEnergy bietet eine neuartige Windenergie-Gewinnungs- und Speichertechnologie. Sie entkoppelt die fluktuierende Windstromerzeugung zeitlich von der Nachfrage im Stromnetz. Die bislang in Windkraftanlagen verbauten elektromechanischen Antriebsstränge werden durch ein hydropneumatisches System ersetzt. Dieses ist nicht nur bei allen Windgeschwindigkeiten hoch effizient, sondern kann Energie als Luftdruck speichern und somit die Stromerzeugung an den Strombedarf anpassen.

Skalierbarkeit: Beispiel Pendula

Pendula ist eine unabängige Internetlösung, die eine Wertschöpfung aus Industrieabfällen erleichtert. Auf der Online-Plattform können sowohl Recycler wie auch die Industrie beliebig viele Recycling-Verträge verwalten, aktiv Industriemüll als Ressource handeln, automatisch eine effiziente Logistik organisieren und Nachhaltigkeits-Kennwerte erhalten.

Skalierbar wird das System von Pendula insbesondere dadurch, dass beliebig viele unterschiedliche Unternehmen nach dem gleichen Schema die Abfälle als Rohstoff handeln können. Diese Eigenschaft trifft auf einen schnell wachsenden Markt mit vielen Unternehmen, die ein vergleichbares Abfallproblem in Chancen wandeln können.

Preiswürdig: Beispiel Coolar

Coolar kühlt Medikamente ohne Strom mit Sonnenwärme oder Abwärme. Neben der Skalierbarkeit und der innovativen Idee hat Coolar mit seinem humanitären Vorteil die Jury der Chivas – The Venture (Germany) überzeugt: Insbesondere in den nicht-elektrifizierten Regionen dieser Welt können gekühlte Medikamente Menschenleben retten sowie die allgemeine Gesundheit verbessern und Lebenserwartung erhöhen. Die Auszeichnung ist zugleich ein Ticket nach New York. Dort darf sich das Start-up nun auf internationaler Bühne zeigen. Eine weitere Ehrung wurde Arno Zimmermann zuteil, als ihn das Forbes Magazin in seiner europäischen Liste der 30 besten U30 Sozial-Entrepreneure gelistet hat.

Neugierig geworden?

Mehr Infos zu allen Start-ups und ihre Kontaktdaten sind auf climate-kic.org zu finden:
http://www.climate-kic.org/national-centres/berlin-germany/start-ups/

Oder einfach einen unserer Accelerator Manager ansprechen:

Beñat Egaña (Gesamtleitung Accelerator und Ansprechpartner für Berlin): benat.egana@climate-kic.org

Bianca Zwiebler-Schmalz (Accelerator Manager München): zwiebler-schmalz@unternehmertum.de

Bernd Winters (Accelerator Manager Frankfurt): bernd.winters@provadis.de

Und wer will, kann sich schon einmal den 13.9.2016 vormerken: Dann findet wieder unser Demo Day auf dem EUREF-Campus statt, an dem sich alle Start-ups vorstellen.