Unternehmer brauchen ihr Gefühl der Selbstwirksamkeit wie die Luft zum Atmen, um erfolgreich zu gestalten. Für einige Entrepreneure ist das Wirken mit Sinn ein Gewinn. Macher sein, für soziale Fortschritte oder Klima-Innovationen, kann sich gut anfühlen. Das der Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können, ist bekannt. Aber haben Sie schon einmal etwas von sozialer Rendite gehört? Nein, mit Gewerkschaften, Sozialhilfe oder Sozialstaat hat soziale Rendite nichts zu tun, sondern mit unternehmerisch erwirtschafteten Lösungen für gesellschaftliche Probleme. Gesellschaftliches Wohlergehen und Unternehmertum sind kein Widerspruch.

Was ist ein Sozial-Unternehmen?

Es ist keine weltfremde Spinnerei. Social Entrepreneurs setzen auf unternehmerisches Denken, Macherqualitäten und Wirtschaftlichkeit. Ihre Zielhierarchie ist außergewöhnlich: Das soziale Ziel steht meist über dem Gewinn. Bei manchen Social Start-ups fließen Gewinne sogar direkt in die Skalierung des sozialen Zwecks statt auf die Konten der Anteilseigner. Damit zieht man andere Investoren, wie beispielsweise den 30 Mio. Euro schweren Anada Social Venture Fund an. Bei primär gewinnorientierten Investoren hat man damit weniger Chancen. Daher kann Crowdfunding eine wichtige Rolle für die Finanzierung von Sozial-Unternehmen spielen. Sozial-Unternehmen agieren unabhängig von Fördermitteln. Damit grenzen sie sich wesentlich von Nicht-Regierungs-Organisationen ab.

Unternehmen, die gut für die Gesellschaft und das Klima sind

Nachhaltig kann man ein Start-up gemäß der legendären Brundtland-Kommission immer dann bezeichnen, wenn es Ökologisches wie Klimaschutz, sozialen Fortschritt und wirtschaftliche Stabilität unter einen Hut bringt. So definiert sind einige durch Climate-KIC unterstützte klimafreundlichen Start-ups nachhaltig. Wer in seinem Geschäftsmodell einen sozialen Aspekt mitbearbeitet, der kann zusätzliche Unterstützung u.a. bei den Social Impact Labs erhalten.

Die solare Elektrifizierung afrikanischer Regionen steht an

Cleantech mit Social-Impact hat oft etwas mit einer sauberen Elektrifizierung von sogenannten “Entwicklungsländern” zu tun. Nicht ohne Grund wirbt das „African Progress Panel“ um Kofi Annan für eine solare Elektrifizierung Afrikas, skizziert einen sinnvollen Ablauf und benennt einen klaren Innovationsbedarf.

Folgende Start-ups haben bereits begonnen:

SUNZILLA

SunZilla ertüchtigt Menschen in Regionen ohne Stromnetz. In Flüchtlingslagern werden Solar-Bausätze mit Mikrofinanz-Krediten verkauft. Die künftigen Kleinunternehmer werden im Aufbau des Solarsystems geschult und können damit ihr lokales Solargeschäft aufbauen.

Africa Green Tec GmbH & Co. KG

Africa GreenTec baut mobile Solar-Container, die per LKW in Regionen ohne Netzanschluss transportiert und aufgebaut werden. Vor Ort werden die Solar-Container entweder im Mietkauf vermarktet oder der Solarstrom für 0,38 € pro kWh am Abend und 0,19 € pro kWh am Tag zuzüglich einer geringen monatlichen Grundgebühr angeboten. Der bisherige Strom aus Dieselgeneratoren kostete je nach Beschaffungssituation bis zu 1 € pro kWh (inkl. Wartungskosten).

Coolar

Coolar hat ein solarthermisches Kühlsystem entwickelt, dass in Regionen ohne oder mit instabilem Netzanschluss funktioniert. Damit wird dort die Kühlung von Medizin und Nahrung möglich.

ecoligo

ecoligo versorgt Unternehmen in neuen Afrikanischen Märkten mit vor Ort vergleichsweise günstigem Solarstrom. Die Finanzierung der Solarsysteme erfolgt über die eigene Crowd-Investing Plattform und befreit von Investitionshemmnissen, wodurch sich die lokale Wirtschaft besser entwickelt.