In Vorlesungen, Bibliotheken und Prüfungen lernt man nur einen Teil. Studierende, die das Machen und Anwenden lernen wollen und ein gesundes Klima wichtig finden, sollten sich die Summer School “The Journey” genauer anschauen. Bewerben kann man sich bis zum 29. Februar.

In nur fünf Wochen wird man Jung-Entrepreneur, der wirkungsvolle unternehmerische Lösungen zum Klimaschutz entwickeln kann. Die Summer School ist eine Reise durch Europa. Man erlebt internationale Zusammenarbeit und übt sich in der Entwicklung von Geschäftsideen. Als Souvenir kann von der Journey eine neue Macher-Haltung mitgebracht werden. Mit diesem Mut, dieser Neugier und diesen Methoden zum Machen wird ein Unterschied zu „me too“ deutlich sichtbar.

Wir wollen Talente finden, die bereits die richtige Einstellung für ein Sinn stiftendes Unternehmertum in sich tragen. Studierende, deren Neugier wach ist, müssen ebenfalls das Talent zum Entrepreneur und Innovator erst in sich entdecken. Was kann es da besseres geben, als das einfach mal für fünf Wochen auszuprobieren?

Auf geht´s!

FahrradDie genauen Routen verraten wir nicht im Voraus. Natürlich werdet ihr viel in der Bahn sitzen. Es geht sicher an zwei bis drei Climate-KIC Standorte. Mit dabei sind: London, Birmingham, Trondheim (NOR), Lund (SVE), Hamburg, München, Niederlande, Budapest, Breslau, Paris, Valencia und Bologna.

Wie ist es bei der Journey dabei zu sein?

Schauen wir uns einfach das (anonymisierte) Feedback der Teilnehmer des vergangenen Jahres an:

In 2015 beteiligten sich 303 Studierende aus über 50 Ländern und 65 Disziplinen. 44 % Studentinnen und 56 % Studenten waren an 21 europäischen Orten und generierten über 150 Geschäftsideen. Eine solche Mischung in dieser Situation hat also eine Menge Kreativität und Hirnschmalz entfesselt.

Für globale Lösungen muss man in globalen Teams arbeiten können

Der Inder rülpst und Du sollst nicht lachen oder die Augenbrauen hochziehen. Der Südländer ist zu spät und Du sollst Dich nicht ärgern oder ihm Deine Auffassung von „just in time“ andienen wollen. Globales TeamDu willst sofort auf den Punkt kommen und dein Gegenüber will nicht die Pflege und den Aufbau der Beziehung vermissen. Die Offenheit und Sensibilität für internationale Zusammenarbeit muss durch eigene Erfahrung erlernt werden. Dazu gehört auch, seine eigenen Werte relativieren zu können. Das kann unglaublich spannend sein!

“Während der letzten vier Wochen habe ich mit fünf Leuten aus vier (unterschiedlichen) Ländern zusammengearbeitet und dabei verstanden, wie man sich einem Problem auf interkulturelle und interdisziplinäre Weise nähert”

Für komplexe Probleme braucht man Wissen aus allen Fächern

Präsentation FlipchartDie Welt ist komplexer als das eigene, begrenzte Fach. Man sortiert etwas in Fächer, um einen Überblick zu erlangen. Wenn man ausschließlich hoch spezialisiert in seiner engen Schublade denkt, dann wird man den Überblick verlieren, aus dem eine Lösung zum Klimaschutz entwickelt werden kann.

Auf der Journey erhält man Input zum Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven, wie denen der Natur- Umwelt-, Politik-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Vom Nutzen des Learning by Doing wusste bereits Aristoteles (3. Jahrhundert vor Christus: Lernen durch Handeln im sozialen Kontext). Deswegen ist die konkrete Arbeit und das gemeinsame Reisen mit den Leuten aus diversen Disziplinen so wichtig.

“Mit so vielen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und mit verschiedenen Hintergründen zusammenzukommen war großartig. Jetzt, zum Ende, bin ich zuversichtlich, dass ich Probleme identifizieren, Lösungen finden und erkennen kann, ob Kunden für etwas zahlen würden, und insbesondere, welche Auswirkungen etwas haben kann”.

Macher entwickeln Geschäftsideen

NotizenBei der Journey geht es um die Entwicklung von Geschäftsideen. Wer vom Klimaschutz selbst profitiert, der wird den Nutzen für alle maximieren und die Sache doppelt motiviert anpacken.

“Ich wusste immer, dass es einen Bedarf für Produkte und Dienstleistungen zur Anpassung und Abmilderung des Klimawandels gibt; ich wusste nur nicht WIE. Damit meine ich Techniken und Werkzeuge, die verwendet werden, um Lösungen zu finden. Das hat man mir beigebracht!”

Für die alte Umweltbewegung oder klassische Wissenschaftler mag es seltsam klingen, dass man aus dem „guten“ Klimaschutz ein „böses“ Geschäft machen soll.

“Zu Beginn der Journey fühlte ich mich gestresst und ein wenig “fehl am Platz” mit diesem ganzen Geschäfts- und Unternehmer-Zeug, weil es so ganz anders als mein wissenschaftlicher Hintergrund war. Ab der zweiten Woche der Journey habe ich die allgemeine Atmosphäre aber richtig genossen; ich fühlte mich wohler in der Business Class und beteiligte mich mehr. Die Teamarbeit an unserem gemeinsamen Projekt war richtig inspirierend. Jetzt bin ich froh, an der Journey teilgenommen zu haben, denn ich bin offener geworden und hoffe, all die Dinge, die ich gelernt habe, in meiner zukünftigen wissenschaftlicher Karriere einsetzen zu können. Ich denke, dass – auch wenn wir Wissenschaftler sind – wir ebenfalls sowohl Unternehmer wie auch innovativ sein müssen ;)”

Wer diese kreativen Entwicklungsprozesse übt, der entwickelt seine Macherfähigkeiten.

“Meine Herangehensweise an Ideen – und wie man sie im Rahmen von Klimawandel und Unternehmertum betrachtet – wurde für immer geändert.”

Unternehmer treffen und networking betreiben

Gespräch GeschäftsmannBist Du im Smalltalk geübt? Fang an damit! Denn für alle guten Beziehungen muss man zuerst aufeinander zugehen und sich Schritt für Schritt vorsichtig beschnuppern. „Vitamin B“ wie Beziehung kann nur dadurch zustande kommen.

Die Journey bringt einen in ganz Europa mit Geschäftsleuten und Klimaexperten zusammen. Beispielsweise gibt es Networking Dinner, bei denen man Kontakte knüpft und noch mehr darüber erfährt, wie die Wirtschaft in ihrem Umfeld auf den Klimawandel reagiert.

“Climate-KIC ist ein eindrucksvolles Netzwerk und bietet so viele Möglichkeiten… Die Rahmenbedingungen und Ressourcen, die uns zur Verfügung gestellt wurden, gefallen mir wirklich gut und ich bin dankbar Teil der Journey gewesen zu sein. Ich hoffe (auch) zukünftig mit Climate-KIC zusammen zu arbeiten.”

Unternehmer sein heißt, dass man unendlich viel darüber lernen muss, wie Leute “ticken”. Dann wächst man auch in die Schuhe, die einen durch die Geschäftswelt und das Berufsleben tragen.

Coaching ist mehr als eine Vorlesung

Pitch StartupNicht nur klassische Dozenten, sondern auch Businesstrainer helfen einem, Ideen zu entwickeln: Kreativität darf Strategie und Methode haben.

Eine weitere essentielle Übung ist der Pitch, bei dem man seine Idee präsentiert. Vielleicht wird man diese eines Tages Investoren präsentieren. So war es bei dem Startup Coolar, das einst auf der Journey “Blut geleckt” hatte und inzwischen bei Forbes gerankt ist. Was meint ihr, wie oft das Coolar Team seine Idee präsentiert hat?

Kannst Du etwas in dieser Welt bewegen?

Diese Frage ist entscheidend. Spür’ mal ehrlich in Dich rein: Hast Du nicht auch oft gehört, das Klimaproblem sei zu groß, das Beharrungsvermögen der fossilen Energiewirtschaft zu stark und die klassische Wirtschaft zu eingefahren? Wer es dabei belässt, der kann nicht zu Fortschritten beitragen.

Das Gefühl, etwas bewegen zu können, kommt aus der Erfahrung, etwas bewegt zu haben. Es beginnt bei ganz kleinen Dingen und bleibt immer in der eigenen Einflusssphäre. Mit der Erfahrung wächst mehr, als man sich bisher vielleicht vorstellen konnte.

“Liebes Climate-KIC, diese Journey bedeutet viel mehr als ihr vermutet. Ihr habt mein Leben und meine Ansichten vollständig verändert. Und vermutlich nicht nur meins. Mit eurer Hilfe sind wir zusammengewachsen. Diese Journey hat mir Erfahrungen gebracht, die ich niemals allein hätte erschaffen können. Auch wenn ich zwei Jobs habe, ein Geschäft führe, studiere und mein eigenes Essen anbaue, war ich niemals in der Lage, diese Art von Überblick, diese Sicht auf Dinge, dieses Selbstvertrauen, dass ich tatsächlich etwas ändern kann, zu gewinnen. Ich bin nicht machtlos. Es gibt ein Netzwerk, das „global denken – lokal handeln“ wirklich umsetzen kann. Ihr habt meinen Idealismus zur Realität gemacht. Ich danke euch sehr. Seid euch des Einflusses, den ihr habt, bewusst. Gut gemacht!”

So ist die Journey.