Hier ist der erneute Call an alle Macher: Mutige, die sich und ihr Start-up im grünen Bereich des Klimaschutzes entwickeln wollen, können sich ab 1. Januar 2016 für den Accelerator von Climate-KIC bewerben. Mit dem ersten weltweiten Klima-Abkommen steht eines fest: Menschen, die den Klimaschutz umsetzen, werden mehr gebraucht als je zuvor. In allen Wirtschaftsbereichen werden neuartige, klimaschonende Lösungen benötigt.

Hier kommt eine neue Generation an Start-ups ins Spiel. Wer daran mitgestalten will, der braucht nicht nur die Entschlossenheit und den Mut zu beginnen, er braucht auch ein Umfeld, in dem die eigene Geschäftsidee und Kompetenz reifen und gedeihen kann.

Lena Cielejewski, die geschäftsführende Gesellschafterin von prosumergy, kam über die Begeisterung zur Gründung. Ich habe Lena gefragt, wie sie zu diesem Entschluss bewegt hat:

„Thematische Begeisterung und das perfekte Team hat einfach dazu geführt, dass alles dafür und nichts dagegen gesprochen hat. Wenn nicht jetzt, wenn man noch flexibel ist, wann dann?“

Jetzt habt Ihr die Chance, ein Unternehmen zu gründen.

Ist ein Start-up etwas für Dich?

Zum Unternehmersein gehört mehr als der gute Wille. Das Geschäftsmodell muss sorgfältig ausgearbeitet sein. Die strategischen Entscheidungen müssen passen. Man muss die richtigen Leute kennen lernen. Man braucht das richtige, konstruktive Feedback, um nicht jeden Fehler selbst noch einmal zu machen. Man muss immer wieder aufstehen und weiterkämpfen. Und man braucht Investoren und schließlich erste Kunden, die für Multiplikations-Effekte sorgen. Das ist ziemlich viel auf einmal. Deshalb ist es gut, sich dabei unterstützen zu lassen.

Unternehmersein ist Kopfsache. Martin Baart, ein Mitgründer von Ecoligo, geht es wie vielen anderen Selbstständigen auch. Man muss mit der Ungewissheit leben:

Am schwierigsten auf dem Weg zum Unternehmer sein ist, ins Ungewisse zu starten. Wir wissen noch nicht, wie die Crowd unser Angebot annehmen wird. Und letztlich hängt es vor allem an der Crowd, dass eine Menge wichtiger Projekte erfolgreich umgesetzt werden können.

Was bedeutet „Accelerator“ für Gründer?

Accelerator ist eine Art Beschleuniger für Start-ups. Der von Climate-KIC gilt weltweit als der größte im grünen Bereich. Dort wird erst einmal ein solides Cleantech-Geschäftsmodell entwickelt. Dann geht es zügig auf Wachstumskurs, um Märkte für die Produkte zu erschließen.

In der Praxis heißt das beispielsweise, dass man viel mit seinen potentiellen Kunden reden muss. Melina Muñoz, Mitgründerin von Pendula, warnt vor ungeprüften Hypothesen:

Die theoretische Recherche ist nur gut in gewissen Maßen gut. Geht raus und sprecht mit Eurem potentiellen Kunden, da lernt man am meisten, was dieser sich wünscht …

Wertvoll ist eben nur etwas, dass man sich wirklich wünscht.

Bei Climate-KIC werden die Start-ups bis zu 18 Monate im Wert von bis zu 95.000 Euro gestärkt. Stärken bedeutet viel: Man erhält Geld, Büroräume, Pitch-Training, Business Coaching, Mentoring und Hilfe bei der Investoren- und Kundensuche.

Ein konkretes Beispiel für die Investorensuche ist der Demo Day, bei dem die Start-ups ihre Ideen einer investitionsfreudigen Öffentlichkeit vorstellen können. Wer dort gewinnt, der kann die europäische Bühne auf der Venture Competition erklimmen. Eindrücke dazu findet ihr im Video vom letzten Demo Day.

Was muss man mitbringen?

Ihr braucht:

  • Eine bahnbrechende Idee für ein skalierbares Geschäft. Dies gilt gleichermaßen für die Klimaschutzwirkung als auch für das kommerzielle Potenzial.
  • Ihr seit mindestens zu zweit in Eurem Team.
  • Ihr gründet in Deutschland.
  • Ihr arbeitet Vollzeit für euer Start-up.

Wenn Ihr dies mitbringt, dann schreibt die vielleicht letzte „Be-Werbung“ Eures Lebens. Anmeldeunterlagen könnt ihr auf folgender Seite bestellen: Climate-KIC Accelerator. Von da an heißt es „Pitch“, wenn ihr euer Start-up präsentiert.

 Wie geht es weiter?

Timeline Accelerator programme

  • Ihr reicht das Formular bis zum 7. Februar ein (Frankfurt: 28. Februar).
  • Am 16. Februar werden die Kandidaten eingeladen (Frankfurt: 7. März).
  • Seid Ihr zum Pitch eingeladen, stellt Ihr Eure Ideen am 1. und 2. März 2016 in Berlin vor (Frankfurt: 14 März). Dann werden die Besten ausgewählt.
  • Ab 1. April beginnt das Unterstützungsprogramm beginnt zunächst erst einmal für ein halbes Jahr.
  • Mit einem „Bootcamp“ vom 6-8. April beginnt das Programm und Ihr lernt Eure Mitstreiter kennen.

Die Programmstufen des Accelerators bauen aufeinander auf. In Stufe 1 wird mit der grundlegenden Ausarbeitung des Geschäftsmodells begonnen. In Stufe 2 werden potenzielle Kunden getroffen, um das Geschäftsmodell zu verifizieren. Die dritte Stufe wird expandiert und finanziert.

In welchem Stadium auch immer Du Dich gerade befindest: Bei Interesse kannst Du Dich jederzeit an Maura Kessel wenden.

Telefon: + 49 (0) 30 700 942814
E-Mail: maura.kessel@climate-kic.org